„Trauma Preventive Care beschreibt einen Perspektivwechsel: weg von der reinen Reaktion auf Traumafolgestörungen, hin zu einer Versorgung, die von vornherein so gestaltet ist, dass sie nicht zusätzlich belastet."
Sie beginnt früher — bei der Art, wie Situationen wahrgenommen, eingeordnet und entschieden werden, und bei den Rahmenbedingungen, die genau das ermöglichen oder erschweren.
Mich interessiert nicht, wie Kommunikation idealerweise gedacht ist, sondern wie sie im Alltag funktioniert: unter Zeitdruck, in komplexen Situationen, im Kontakt zwischen Menschen.
Ich bin Janine Becker. Mein beruflicher Hintergrund liegt in der Versorgungsforschung — knapp zehn Jahre Arbeit an der Frage, wie Gesundheitsversorgung tatsächlich funktioniert, wo sie scheitert und warum.
Daraus ist keine akademische Distanz entstanden, sondern ein sehr konkreter Blick: auf Abläufe, auf Sprache, auf das, was zwischen den Beteiligten passiert — oder eben nicht passiert.
Pädagogin und Wissenschaftlerin mit einem Schwerpunkt in der Medizintheorie. Mich interessiert, wie Versorgung gedacht wird — und was davon im Alltag tatsächlich trägt.
Ich berate Einrichtungen und Teams im Gesundheitswesen. Nicht als externe Instanz, die Konzepte überstülpt, sondern als jemand, der zuhört, mitdenkt und Dinge sortiert — auf Augenhöhe, mit Klarheit und ohne Umwege.
Mein Fokus liegt auf Kommunikation im Versorgungskontext und auf der Frage, wie traumapräventives Arbeiten praktisch umsetzbar wird: in Haltung, in Sprache, in Struktur.
Ich setze bewusst früher an — nicht erst dort, wo Traumatisierung bereits entstanden ist, sondern dort, wo Versorgung so gestaltet werden kann, dass sie gar nicht erst verstärkend wirkt.
Meine Perspektive ist sowohl wissenschaftlich fundiert als auch durch eigene Erfahrung mit Versorgungssystemen geprägt. Beides fließt in meine Arbeit ein — als Hintergrund, der Wahrnehmung schärft.
Die Frage, wie Versorgung im Alltag tatsächlich wirkt — und wie sie so gestaltet werden kann, dass sie trägt. Kommunikation bildet dabei die Grundlage.
Als wissenschaftliche Referentin halte ich Fachvorträge zu den Themen Kommunikation im Versorgungskontext, traumapräventive Versorgung und Trauma Preventive Care — für Fachpublikum, Teams und Organisationen im Gesundheitswesen.
Neben der Beratung entwickle ich mit ICU diary 2.0 ein digitales Tool für traumapräventive Versorgung auf Intensivstationen — als konkreten Lösungsansatz, der Kommunikation und Struktur verbindet.
Ich arbeite an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Kommunikation und Struktur — mit einem klaren Blick auf das, was im Versorgungsalltag tatsächlich wirkt.
Meine Arbeit ist analytisch, praxisnah und immer im Kontext der bestehenden Rahmenbedingungen gedacht. Es geht nicht darum, Anforderungen zu erhöhen, sondern bestehende Strukturen so zu nutzen und zu gestalten, dass sie tragfähig sind.
Gute Arbeit braucht Klarheit — in der Analyse, in der Kommunikation, im Vorgehen. Ich arbeite strukturiert, transparent und verbindlich.
Bevor ich berate, höre ich zu. Jede Einrichtung, jedes Team hat eigene Dynamiken, eigene Stärken. Diese zu verstehen ist Voraussetzung — damit Lösungsansätze nicht nur am Schreibtisch, sondern vor allem in der Praxis funktionieren und für die Menschen, die sie umsetzen sollen.
Beratung heißt, eine andere Perspektive einzubringen, Respekt vor Bestehendem zu haben und mit Konzept Raum für Veränderung zu schaffen. Die Verantwortung bleibt bei den Menschen, die sie tragen.
Gute Zusammenarbeit entsteht im Kontakt zwischen Menschen. Für mich bedeutet das, persönlich zu arbeiten — aufmerksam, zugewandt und klar, ohne dabei Grenzen zu verwischen.
Trauma kann dort entstehen, wo Menschen Handlungsunfähigkeit erleben — etwas, das sich im Versorgungskontext an vielen Stellen überschneiden kann. Traumafolgestörungen entstehen nicht ausschließlich durch einzelne, klar abgrenzbare Ereignisse, die lebensbedrohlich sein müssen. Die Entstehung von Trauma ist komplex, aber die Risikofaktoren sind benennbar und in vielen Bereichen beeinflussbar.
Genau hier setzt Trauma Preventive Care an: als Haltung und als konkrete Grundlage für den Versorgungsalltag — durch Sprache, durch Strukturen, durch Haltung.
Sie haben eine konkrete Anfrage oder möchten sich austauschen? Ich freue mich über Ihre Nachricht.
Wenn Sie ein Anliegen haben oder sich austauschen möchten — schreiben Sie mir gerne.
Ich begleite Einrichtungen und Teams in Form von Beratung, Workshops und konzeptioneller Arbeit.
Waterkantausstellung · Kiel · Exponat
Exponat: Erinnerungslücken schließen, Gesundheit fördern
Sprache als Werkzeug — wie Sprache Orientierung geben oder nehmen kann
Intensiverfahrung, begleitet von Kontrollverlust, Handlungsunfähigkeit und oft vollständiger Abhängigkeit
Entstehen in medizinischen Kontexten oft auch durch Strukturen — nicht nur durch Ereignisse oder Erkrankungen selbst. Sie betreffen nicht nur Patient*innen, sondern unter Umständen auch Angehörige.
Was Menschen brauchen, um handlungsfähig zu sein — und um gesund zu bleiben oder zu werden
Erfahrungsraum für alle beteiligten Parteien — nicht nur Dienstleistung
Für alle Beteiligten
Patient*innen, Angehörige, Fachkräfte, Teams und Organisationen — traumapräventive Versorgung betrifft alle Seiten eines Systems. Das Exponat macht erfahrbar, was jede dieser Perspektiven verbindet: die Frage nach Orientierung, Handlungsfähigkeit und Kommunikation.
Was Sie hier erleben, ist eine bewusst gestaltete Erfahrung — ein Raum, der zeigt, was es bedeutet, wenn Orientierung fehlt, wenn Wege unklar sind, wenn Information nicht verständlich kommuniziert wird.
Das ist kein abstraktes Gedankenspiel. Es ist der Alltag vieler Menschen in Versorgungssystemen — und der Ausgangspunkt meiner Arbeit.
Trauma Preventive Care fragt: Wie gestalten wir Strukturen und Kommunikation so, dass sie von vornherein nicht zusätzlich belastet?
ICU diary 2.0
Aus dieser Auseinandersetzung ist das ICU diary 2.0 entstanden — ein digitales Tool, das als präventiver Ansatz die bekannten Risikofaktoren auf Intensivstationen gezielt adressiert, bevor sie zu Traumafolgestörungen führen. Nicht Reaktion auf Schaden, sondern Gestaltung von Versorgung, die Schaden vermeidet.
Juni – September · Sa + So · 11 – 18 Uhr
MFG5-Gelände, Halle 51 (Waterkant Festival Gelände)
Schusterkrug 25 · 24159 Kiel
Eintritt frei
Diese Seite ist per QR-Code am Exponat erreichbar. Die Ausstellung ist kein isoliertes Objekt, sondern Erfahrungsraum und Einstieg in das Thema Trauma Preventive Care.
Die Verbindung zwischen Intensiverfahrung, Handlungsunfähigkeit und traumapräventiver Versorgung ist kein Zufall — sie ist der Kern des Ansatzes.
In meiner Beratungsarbeit übersetze ich diese Erfahrung in die Strukturen von Einrichtungen: Wie kommunizieren sie? Was vermitteln ihre Abläufe, ihre Räume, ihre Materialien? Wo entstehen Momente von Orientierungsverlust — und wie lassen sie sich gestalten?
Angaben gemäß § 5 DDG
Janine Becker
Kuhnkestraße 6
24118 Kiel
Kontakt
E-Mail: mail@janinebecker.info
Berufsbezeichnung
Beraterin für Kommunikation und traumapräventive Versorgung im Gesundheitswesen
Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV
Janine Becker
Kuhnkestraße 6
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Janine Becker
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